Webcounter Home Aktuelles Programm Workshops Danke Chronik Kontakt Gästebuch Grüsse Forum Chat Impressum Links
tensing.gif
Eindrücke von der 6. Premiere "LEBENDich"

TEN SING ZR... Ich kann nur sagen, jeder, der diese Premiere von "LEBENDich" verpasst hat, hat echt etwas verpasst! An die 70 TEN SINGer auf der Bühne, vor der Bühne, an der Technik und wo auch immer – sie boten eine Show der Superlative: angefangen beim Massentanz mitten im Saal der Stadthalle, gefolgt von einer kurzen Begrüung aller Anwesenden durch Pfarrer Behr und unserem Patenonkel Frank („Ach ja, und raucht hier drin Eure Handys nicht, oder so ähnlich!“), über viele viele Lieder, Tänze und Theaterszenen, die nachdenklich stimmten sowie einer lustigen STOMP-Einlage, bis hin zum absoluten Höhepunkt des Abends – die überwältigende Danksagung an den Pi, der uns ja leider verlässt – und als Sahnehäubchen und Zugabe ein Drumduett, dargeboten von Martin Behr und Michael Peter.

Das Theaterstück ließ wohl mehr Fragen offen, als es hätte beantworten wollen oder auch können. Ich glaube auch, jeder empfand die dargestellten Bilder und Szenen anders, was sicherlich beabsichtig war. Der ein oder andere wird es vielleicht zum Anlass genommen haben, mal genauer über sich selbst und sein Leben nachzudenken...

Da ist ein Mann (vielen Dank an die niedliche Viola!), er ist sehr beschäftigt damit, andere Menschen zu belügen und zu betrügen, das ist sein Job. Er hat Frau und Kind verlassen, sich selbst Stück um Stück verleugnen gelernt. Er hat Gott vergessen und auch, dass das Leben schön ist und einzigartig, dass er selbst einzigartig und wunderbar ist.
In der ersten Szene sieht man ihn zu Bett gehen, und in den folgenden Szenen tauchen verschiedene Nachtgestalten auf: Träume, sein Schatten, (s)ein Joker. Sie alle sind ein Teil seiner selbst, sie alle haben eine mehr oder weniger deutliche Botschaft an ihn. Da gibt es den Schatten, der ihm zuflüstert, er sei perfekt (dargestellt von der Ines – wir hatten unsere helle Freude!). Dann ist da ein Traum, in dem er sich fragt, wie Gott sich anfühlt. Und schließlich erwacht der Joker zum Leben, tanzt über die Bühne und um unseren Schlafenden herum und erzählt dem Publikum traurig, dass er selbst im Leben des Mannes kaum noch zur Geltung kommt. Nur noch für drei Stunden jede Nacht darf er sich austoben, er, der doch die eigentliche Farbe ins Leben bringt. (Für mich die wunderbarste Szene im ganzen Stück mit einer wirklich überzeugenden süßen Rinni. Heißen Dank!)
Am Ende der Nacht begeben sich die „Geister“ wieder zur Ruhe. Und der Mann erwacht. Er erwacht nicht nur aus ein paar Stunden Schlaf, er erwacht buchstäblich zu neuem Leben. Er erwacht aus einem langen verwirrenden Traum und begreift die Absurdität seines bisherigen Daseins. Die Botschaft der Nachtgestalten scheint ihn verändert zu haben. Er besinnt sich auf Frau und Kind, er besinnt sich zurück auf Gott. Welchen Weg er aber letztlich einschlagen wird, bleibt im Dunkeln...

Unterbrochen wurde diese „Nacht“ immer wieder durch mitreißende Lieder mit durchweg sehr guten Solisten. (Diese alle aufzuzählen reicht der Platz nicht aus! Stellvertretend seien hier nur genannt die Ines, die wohl allen im Saal eine Gänsehaut verursachte und von Fans sogar Rosen auf die Bühne gebracht bekam!!! Die Katharina, der ich sehr hohen RESPECT zolle – ihre Stimme haut mich immer wieder um! Und die Franzi, die nicht nur eine wunderschöne klare Stimme hat, sondern den TEN SINGern sogar ein Lied geschrieben hat! Aber noch mal: es waren alle Solisten große Klasse!!!) Die Tänze sind immer wieder eine Augenweide, so auch diesmal. Ich frage mich immer aufs Neue, wie man sich so elegant bewegen kann... Was mich sehr gefreut hat, war, dass die Band so gut wie noch nie zuvor mit dem Chor harmoniert hat. Dafür ebenfalls großes Lob und großen Dank an den Martin, den Markus, den Sebastian, den Benjamin und den Björn (der wie immer bescheiden großartig war!) und natürlich an alle Techniker, ohne die sowieso gar nichts gegangen wäre! Danke Disdan, Danke Fibu, Danke Torsten, Dank an alle, deren Namen ich nicht kenne!
Kleine Patzer im Theater wurden durch so gute Improvisationen überspielt, dass es wohl im Publikum kaum einem aufgefallen sein dürfte, wenn etwas nicht genau nach Plan lief. (Mal ganz nebenbei bemerkt – genau das, also Spontanität, Improvisation, Chaos – das macht TEN SING doch zu einem großen Teil aus.)
Aber eine Person habe ich noch beinahe vergessen zu erwähnen, ohne die diese Premiere nicht das geworden wäre, was sie geworden ist: unsere unglaubliche Ami! Niemand hätte die TEN SINGer mehr motivieren und mit soviel Begeisterung anstecken können. Vielen vielen Dank, liebe Ami!

Beeindruckend war die offizielle TEN SING-Verabschiedung für den Pi, welchselbiger absolut keine Ahnung hatte und unglaublich überwältigt von Gefühlen auf der Bühne stand und mal nur noch entgegennahm (wo er uns doch sonst immer nur gegeben hat!): Dankesworte, Umarmungen, Blumen, eine sehr aufwühlende Animation mit Fotos von Premieren, ProWo’s, Auftritten, etc. der vergangenen TEN SING-Jahre, dazu „I will remember“ von Toto. Und schließlich überreichte jeder TEN SINGer dem Pi ein Gänseblümchen und er wurde ungefähr 70 mal geknuddelt! Ich hatte sehr mit den Tränen zu kämpfen, und ich weiß, es ging vielen anderen ebenso. Hab vielen Dank für alles, Pi!

Nach ca. 2 ¾ Stunden Programm und etlichen Zugaben waren nicht nur die Akteure auf der Bühne völlig durchgeschwitzt, sondern auch das tanzende und klatschende und johlende junge bis alte Publikum, welches sich mit viel Applaus für den wundervollen Abend bedankte.

Ich habe diese Premiere sehr genossen und ich war so gerührt, all Euch fröhliche, kreative und liebenswerte junge Menschen, die ihr alle Euer Bestes gegeben habt, singen und tanzen und spielen zu sehen. Ich hab Euch nämlich alle schrecklich lieb und bin sooo stolz auf Euch!

Danke an Euch alle. TEN SING ZR ist etwas ganz Besonderes. Und ich freue mich jetzt schon auf alle noch kommenden Auftritte!

Eure Annett

"Dein Schatten sagt, du bist perfekt. Aber Gedanken sagen mehr als Worte. Und nur der Joker in dir weiß, wer du wirklich bist. Also lass ihn frei!"



zurück