JesusJam -- Ein Reisebericht
Nun war die Premiere gerade mal eine Woche her, schon
hatten wir den nächsten Auftritt. Wir waren zum JesusJam
nach Friedensau (bei Magdeburg) eingeladen, um dort am
Freitagabend das Camp zu eröffnen und am Samstag die
Workshops Tanz, Theater und Minichor zu leiten. Alles war
perfekt geplant... Nun wäre TeSing aber nicht TenSing, wenn
alles nach Plan laufen würde!
Eigentlich wollten wir ja 14:30Uhr losfahren. Da aber unser
Bus mal wieder aus rätselhaften Gründen eine dreiviertel
Stunde später kam, standen wir dann bei unseren Ankunft
gegen 19:30Uhr etwas unter Zeitdruck. Aber da wir das ja
schon gewöhnt sind, gingen einchecken und Zelte aufbauen
relativ schnell, bloß war 20:00 Uhr keiner von uns an der
Bühne, um den Auftritt zu machen. Damit wir nicht ganz so
hetzen mußten, wurde dann ganz spontan der Auftritt auf 21:30
Uhr verschoben. nach einigen Informationen von Seppel und
Claudia (zwei von denen, die das JesusJam organisiert haben),
hat Adrian für uns dann die Bühne erkämpft und wir begannen,
zum zweiten Mal unsere GENiale Show vor Publikum zu
präsentieren. Zwar waren nicht annähernd soviel Leute
wie zur Premiere da, allerdings bestand das Publikum
fast ausschließlich aus TenSingern aus Magdeburg, Aschersleben
und Halle. Aus diesem Grund können sich alle "Insider"
vorstellen, wie die Stimmung war. Für alle, die sich das
nicht vorstellen können: Die Stimmung brodelte und 100
Leute machten Stimmung für 1000. Trotz, daß wesentliche
Leute wie die Ami (nicht Andi ;-)) und die Stefanie
fehlten und fast alle Mitgefahrenen von Erkältungen
geplagt wurden ( und die noch Gesunden nach dem Wochenende
von Bakterien und Viren geplagt werden werden), verlief
die Show fast reibungslos, jedoch schlichen sich nur
kleine Fehler ein, so daß das Publikum davon größtenteils
nicht mitbekam. Nach einer fast perfekten Show und vielen
Lobs von anderen TenSingern (siehe auch Artikel "JamNews 02"),
genehmigten wir uns nach so viel Streß erst einmal ein
ordentliches und gemütliches Abendessen, um dann mit den
anderen Jam-Teilnemhern am Lagerfeuer einen angenemhen
Abendausklang zu finden. Währneddessen konnten die ganz
verrückten Partymenschen (also der Großteil der Camper) noch mit
dem "Rolling Magazine" (Seppel und sein Team) feiern.
Bis 1.00 Uhr konnte man sich also noch voll und ganz mit
Musik, Tanz und lustigen Spielen auspowern. Früher oder
später haben dann auch die Letzten (ob mit oder ohne
Taschenlampe) in ihre Zelte gefunden, so daß gegen 2:00 Uhr dann
alle ins Land der Träume entwichen sind.
Fast genau sechs Stunden später war dann aber auch
schonwieder Schluß mit Ruhe, es ging mit voller Power in den
ersten (und einzigen) vollen Tag auf dem JesusJam. Während
sich einige noch den Sand aus den Augen wuschen, drängelten
sich andere schon am Frühstücksbuffet, um die leckersten
Sachen und noch Sitzplätze zu bekommen.
Frisch gestärkt, mit guter Laune und jeder Menge
Sonnenschein (jaja!) ging es dann an die Aktivitäten des
Tages. Am Vormittag gab es die Möglichkeit, sich sportlich
bei Warming up und Danceaerobic zu betätigen. Für alle, die
die ihren inneren Schweinehund nicht überwinden konnten, gab
es aber das Sing`n`Fun mit anschließendem Bibeltalk und
Vorstellen der am Nachmittag stattfindenden Workshops. Nach
diesem Ansturm von Informationen hatte man hatte man dann Zeit,
sich Gedichte von Marén anzuhören, sich im Zelt zu entspannen
oder sich schon frühzeitig ums Mittagessen zu schlagen.
Von 14 bis 18 Uhr hatten die Wotkshopleiter dann alle
Hände voll zu tun. Der Rest hatte es aber mindestens genauso
schwer, denn wie soll man sich zwischen 15 Workshops
entscheiden?!?
Zur Auswahl standen: Jonglage (indieluftwerfenvonseltsamendingen),
Erlebnisspiele (bitte nichts falsches denken!), Mountainbike
(die bikes waren da, aber es fehlten die mountains), Klettern
(ohne Kisten, siehe Disdans waghalsige Aktion auf dem Foto),
Kistenklettern (mit Kisten?), Intercross (keine Ahnung was
das ist), Volleyball, Cocktails mixen (wie geht es den
Testpersonen?), Laber Workshop (schade. dass wir nicht
hingehen konnten), Bibelarbeit (der wahrscheinlich angenehmste,
ruhigste, ungefährlichste Workshop der Welt), Lagerfeuer
(oder Feuerlager?), Megakicker (oder Großfußball),
Abhäng-Workshop (wiedermal schade das wir dort gefehlt haben)
und natürlich die drei von uns geleiteten Workshops Theater
(Gruß an unsere zauberhafte Spitzi, die nach ihrer Affäre
mit dem Baustamm leider kapitulieren musste, sorry nicht
böse gemeint, aber Kuli war leider zu klein um den Kampf
mit dem Bösewicht aufzunehmen), Tanz (Nicole und Stefanie
haben vom Sonnenstich keine weiteren Schäden davongetragen,
die meisten waren vorher schon da) und natürlich der
Minichor-Workshop vom umwerfenden Sander und seinem
faszinierenden Piano, ääh 'schuldigung, seinem faszinierenden
Peter.
So vertrieben wir uns also den ganzen Nachmittag die Zeit.
Ab 20.00 Uhr musizierten dann Virgin für uns, eine
Frauenpowerband aus Frankfurt. 21.30 Uhr ging es dann mit
Beatbetrieb weiter.
Virgin setzt sich aus sechs Mädels im Alter von 18 bis 21
Jahren zusammen. Die Band entstand aufgrund des Knast-Films
"Bandits", der bei den Mädels einen sehr guten Eindruck
hinterlassen hat. Aus diesem Grund coverten die Mädels
auch zuerst ein paar Songs von den "Bandits" und spielten
dann ihre eigenen Hits.
Die Besetzung von Beatbetrieb beschränkt sich dagegen nur
auf drei Jungs, die die Arena richtig zum Kochen brachten.
Besonders dem Schlagzeuger (Respekt!) lagen die Mädels zu Füßen.
Allerdings war dieser auch der einzige Instrumentalist auf
der Bühne, was bedeutet, daß der Rest der Beats nur eingspielt
wurde. Das uns dann schon weniger gefallen, aber ein paar Lieder
haben wir uns dann doch angehört.
Wem die Musikrichtung dann doch nicht so zusprach, der
verbrachte die letzten Stunden des Samstages im Nachtcafé
oder am Lagerfeuer. Schließlich kehrte dann so gegen 1 Uhr
doch Ruhe ein und alle kuschelten sich in ihre Zelte.
Natürlich waren ein paar Stunden später schon wieder alle
Augen offen, manche früher, manche später (meine übrigens
später, Anm. von Nicole).
Das Motto des Tages lautete: genieße die letzten Stunden
JesusJam.
Also ging es erstmal ans gemeinsame Frühstück.
Wer seine müden Knochen erwecken wollte oder sich das
Frühstück wieder abtrainieren wollte, war beim Warming up,
bzw. Danceaerobic mit Ari genau richtig.
"Impuls" versuchten dann ab 10.30 unsere Gemüter zu erfreuen,
aber so richtig wollte das dann doch nicht klappen. Man
konnte nämlich der Reihe nach beobachten, wie sich immer
mehr TEN SINGer von der Arena entfernten und statt diesen
zarten (?!?) Klängen zu lauschen, lieber ihre Sachen packten
und Zelte abbauten.
Nachdem sich gegen Mittag unser kleines Zelt-Dorf in einen
riesigen Haufen Gepäck verwandelt hatte, ging es zum
Mittagessen.
Naja und da das mit den Pommes etwas länger gedauert
hat als vorgesehen, war es schon 12.30 Uhr, d.h. wir mussten
zum Bus und das Mittagessen musste mit.
Das war dann so hektisch, dass wir uns gar nicht richtig
von allen verabschieden konnten (ewiges Trauma...), aber
dann saßen wir alle auf unseren Plätzen und sind in
Richtung Krankenhaus gegondelt, um Disdan (der die ganze
Nacht bei unserer kaputt-gegangenen Spitzi war! Küsschen!)
aufzusammeln.
Und wie sollte es anders sein, wir mussten natürlich wieder
1000 Umwege fahren, weil die Autobahn völlig verstopft war.
Aber das hat fast niemanden gestört, denn der halbe Bus,
nein, die Hälfte der TEN SINGer hat geschlafen: im Gang,
verknotet, übereinander, nebeneinander (hoffentlich nicht
miteinander...).
So gegen 17.30 Uhr waren wir dann jedenfalls in Zeulenroda.
Einige waren froh, andere waren traurig, manche beides...
Abschließend muss eigentlich nur noch gesagt werden, dass
sich das Wochenende gelohnt hat, oder ?
(c) nw&kk 2001
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